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Nazwa:
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Frombork, kapituła katedralna [warmińska], pieczęć maryjna II. Opis Rainera Kahsnitza z 1994 r.
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Rodzaj obiektu:
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PL
Odcisk
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Autor i miejsce publikacji:
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R. Kahsnitz, Die mittelalterlichen Siegel der Domkapitel im Deutschordensland Preußen, "Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands", 47, 1994, s. 44-45, Abb. 8.
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Daty używania wskazane w publikacji:
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1304 - przed 1479
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Opis pieczęci w publikacji
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Lange hat man den Stempel von 1271/18 im Ermland jedoch nicht benutzt, sondern bereits nach rund 25 Jahren - wir können den Zeitpunkt genau erkennen - einen neuen in Gebrauch genommen. Am 11. April130463 benutzte man doch den alten, am 6. Mai desselben Jahres bereits einen neuen, ohne daß wir für den Siegelwechsel irgendeinen Grund erkennen könnten (Abb. 8). Die Umschrift weicht geringfügig ab. Statt SIGlLLUM ECCLESIE heißt es jetzt SIGILLUM CAPITVLI ECCLESIE WARMIENSIS. Wenn das der einzige Grund für den Wandel gewesen sein sollte- beide Bezeichnungen finden sich allgemein in buntem Wechsel durch die Jahrhunderte bei den Siegeln der Domkapitel und übrigen Stifte - war man jedenfalls nicht gut beraten. Das neue Siegel ist ebenfalls rund, gleich groß wie das alte. Die Bildfigur ist eine genaue Kopie des älteren, wenn auch von einem wesentlich schlechteren Goldschmied ausgeführt. Der Grund der Bildfläche ist gerautet, die einzelnen Rauten sind durch bescheidene Blüten gefüllt. Die Basis unter den Füßen der Gottesmutter hat ihre räumliche Funktion verloren. An die Stelle der reichen kontrapastiseben körperlichen Bewegung ist eine steife, fast unbewegte, verblockte Figur getreten, wenn sich auch bei den einzelnen Gewandmotiven Entsprechungen aufzeigen lassen. Man vergleiche nur, wie der Goldschmied das so eindrucksvolle Motiv des den Mantel zurückstoßenden Ellenbogens verspielt und um seine Wirkung gebracht hat und wie wenig die Gottesmutter, die ihr Gesicht in vereinfachter Form jetzt stärker in die Frontalität wendet, sich dem Kind zuneigt. Der das Antlitz rahmende Schleier hat seine räumliche Funktion eingebüßt und tritt mit der Rundform des Nimbus in Konkurrenz; nur zwei unorganische linienkanten sind übriggeblieben. Das Gewand über dem Unterkörper hat seinen schönen Fluß verloren und staut sich über dem Boden.
Doch hat man diesen Stempel bis weit ins 15. Jahrhundert benutzt, 1439 ist er noch an Urkunden belegt, offenbar auch noch länger verwandt worden. Vor 1419 -leider fehlen aus der Zwischenzeit besiegelte Urkunden- hat man einen dritten Stempel machen lassen [...].
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Miejsce/miejsca przechowywania oryginału:
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GStA PK, Schieblade XXV, Urk. 8.
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Autor opisu
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PL
Marcin Hlebionek