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Nazwa:
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Chełmża, kapituła katedralna, pieczęć hagiograficzna. Opis Rainera Kahsnitza z 1994 r.
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Rodzaj obiektu:
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PL
Odcisk
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Autor i miejsce publikacji:
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R. Kahsnitz, Die mittelalterlichen Siegel der Domkapitel im Deutschordensland Preußen, "Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands", 47, 1994, s. 23-24, Abb. 1-3.
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Daty używania wskazane w publikacji:
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1289, 1302, 1506
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Opis pieczęci w publikacji
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Die Umschrift des spitzovalen, gut 6 cm hohen Siegels lautet: S. CAPITVLI SANCTE TRINITATIS IN CVLMENSE - also: Siegel des Kapitels der Heiligen Dreifaltigkeit in Kulmsee. Im Bildfeld ist die Dreifaltigkeit dargestellt - freilich in einem heute nicht ohne weiteres verständlichen Bildtyp. Auf einem breiten Thron ohne Lehne sitzt die große Gestalt Gottvaters, sein mächtiges, von langen Haarsträhnen und Bartlocken umgebenes Haupt wird von einem Muschelnimbus hinterfangen. Mit ausgestreckten Händen umfaßt er von unten die Arme des zwischen seinen Knien stehenden Kreuzes, an dem die auffallend kleine, schlanke Gestalt Christi hängt, kaum halb so groß wie der Vater. Christus ist offenbar tot, sein Kopf ist auf die rechte Schulter gesunken, die ans Holz genagelten Arme sind fast waagerecht ausgestreckt, sein schmaler Leib biegt sich so weit nach links aus, daß Bauch und Hüfte über den Rand des Kreuzesholzes heraustreten. Nur die schmalen Beine laufen zum Holz zurück, wo unten die Füße übereinander genagelt sind. Das Lendentuch fällt über sich deutlich abzeichnenden Schenkeln fast bis zu den Füßen herab. Vor der Brust des Vaters sieht man die Taube des Heiligen Geistes mit ausgebreiteten Schwingen nach unten auf das Haupt Christi zu herabfliegen. Die Komposition ragt allenthalben bis an die äußersten Grenzen des Bildfeldes, das Kreuzende unten bis zur äußersten Spitze, wo vor dem Kreuz ein Totenschädel sichtbar wird, die perspektivisch abgeschrägten Querarme bis in den inneren Schriftrand, ebenso der Nimbus hinter dem Haupte des Vaters. Seine an und für sich auch schlanke und aufgereckte Gestalt gewinnt durch das stoff und faltenreich herabfallende Gewand an Volumen, besonders unterhalb der Kreuzarme, wo die Mantelsäume in Kurven und kantigen Brechungen zu den Beinen überleiten und in dicken Lagen über den Knien aufgeschichtet werden.
Eine innere im Bildfeld umlaufende Umschriftleiste bekundet den konkreten theologischen Sinngehalt der Bildfigur: HIC EST FILIVS MEVS DILECT(us) - dies ist mein geliebter Sohn. Es sind die Worte, die bei der Taufe Christi am Jordan vom Himmel zu hören waren, wie die drei Evangelisten Matthäus (3,16-17), Markus (1,11) und Lukas
(3,21-22) übereinstimmend berichten. Der Himmel öffnete sich, der Geist Gottes schwebte in Gestalt einer Taube hervor und eine Stimme erscholl vom Himmel: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe. Es ist der locus classicus der Heiligen Schrift, in dem sich die drei Personen Gottes offenbaren: der Vater als Stimme, die die Sohnschaft des in Menschengestalt von Johannes getauften Jesus bekundet, und der Heilige Geist in Gestalt einer Taube.
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Miejsce/miejsca przechowywania oryginału:
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Die besten Exemplare aus dem Königsherger Bestand im GStA PK, Schieblade XLIX, Urk. 3: 1303 Mai 16 (UB Culm,Nr. 156), Schieblade LIII, Urk. 15: 1340 Sept. 29 (PUB, Bd. 111, Nr. 324) und Schieblade XIX, Urk. 8: 1402 Jan. 10.
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Uwagi:
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R. Kahsnitz [s. 24- 39] dokonał głębokiej analizy interesującej nas pieczęci, wskazując, że jej typariusz został zapewne wykonany około połowy XIII w. przez rzemieślnika pozostającego pod wpływem tradycji dolnosaksońsko - westfalskiej sztuki.
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Autor opisu
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PL
Marcin Hlebionek